Wo liegen (wie tief?) die Wurzeln der Messie-Syndrom bei den Betroffen?


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Die tiefliegende Wurzeln des Chaosproblems wurden oft (aber nicht immer) durch ein geringes Selbstwertgefühl gelegt mit Verlustängsten und Existenzängsten in der frühen Kindheit.

Entwicklungsdefizite führten zu einem Mangel an Urvertrauen in die eigene Umgebung und unmittelbaren Bezugspersonen.


Wird ein Kind von den Eltern in seinen Grundbedürfnissen enttäuscht, lernt es, dass auf seine Bezugspersonen kein Verlass ist.

So klammert es sich an Dinge, von denen es glaubt, dass sie dauerhaft oder zeitlos sind.

Sie geben ihm eine Pseudo-Selbstsicherheit.



Psychologisch betrachtet ist die Sammelleidenschaft bei Kindern in ihrem Alter aber zunächst positiv zu sehen, denn das Sammeln strukturiert das kindliche Denken.



Neurobiologen sehen dabei das Gehirn als Auslöser für Sammelwut, zwanghaftem Sammeln wobei jenes Belohnungssystem im Gehirn dafür zuständig ist, das auch bei Erfolgserlebnissen im Sport, beim Einkaufen oder bei Lob angesprochen wird.


Das Sammeln von Nutzlosem ist dabei weder eine Zwangserkrankung noch eine gestörte Persönlichkeit.

Messies sind sehr sensible Menschen, denken viel nach und spüren genau, wenn man sie nicht ernst nimmt.


Der Automatismus, der anderen Menschen selbstverständlich ist, dass Altes einfach weggeworfen wird, fehlt den Messies.

Erst wenn sie ihr Selbstvertrauen wiedergewonnen haben, wenn ihr beschädigtes Ich wieder repariert ist, können sie ihr Problem mit dem Müll überwinden.